Mithrilorden

lv6g-7-dcbe
Quelle
Vertrauen ist das Gefühl, jemandem sogar dann glauben zu können, wenn man weiß, dass man an seiner Stelle lügen würde

Viele Sonnenläufe ist es her, dass ein uns heute Unbekannter diese Gemeinschaft gründete. Er brachte es mit seinen Gefährten zu Glanz und Glorie und viele hatten den Wunsch auch ein Teil der Gilde zu werden. Doch eines Nachts, so sagt es die Legende, muss es einem undenkbar mächtigen Magier gelungen sein, alle gegeneinander aufzubringen. Mit einem Zauber verwirrte er den Geist der Mitglieder und löschte ihre Erinnerungen. So wussten sie nicht mehr wer sie waren und zu wem sie gehörten. Sie erkannten sich nicht mehr und konnten sich auch nicht verständigen. Sie schienen unterschiedliche Sprachen zu sprechen. Also zerfiel der Bund und nur einer blieb zurück, in der einst so prächtigen Stadt, die langsam zerfiel.

Viele Jahre gingen ins Land, bis ein kleiner Zwerg die Ruinen entdeckte. Er betrat Kintach frohen Mutes und traf auf eine, ihm seltsam vertraute Person, in der bereits zerfallenen Taverne. Auf eine eigenartige, aber besondere Art fühlte der Angekommene sich zu diesem mächtigen Kämpfer hingezogen. Auch in diesem löste die Begegnung etwas aus. Langsam begann er sich schwach an seine jüngeren Jahre zu erinnern. Zusammen fanden sie Hinweise und das Siegel des alten Bundes. Auch Waffen, Bücher und Pergamente, die auf die einst große Stadt und ihre alte Gilde hinwiesen. Bewegt von den Erinnerungen die sich dem alten Zwerg immer mehr eröffneten, beschloss er sich auf die Suche nach den Verbliebenen zu machen. Sie wieder zu finden und erneut zu vereinen wurde seine Queste. Die Stadt sowie das Gildebanner waren ihm hingegen vollkommen gleichgültig. Es würde ohnehin gelingen, sofern er die Anderen finden würde, erneut so etwas Prächtiges zu schaffen.

So übergab er dem jungen Zwerg die alten Pergamente, auf denen die Gründungsdaten der Gilde festgehalten waren und ebenso jene auf denen die Besitzansprüche der Stadt standen. All dies überschrieb er ihm, wobei er erkannte, wie entschlossen der Zwerg sich zeigte. Er freute sich in der Hoffnung, dass dieser junge Krieger die Stadt zu jenem altem Glanz zurückführen würde, in welchem sie einst in seiner Jugend erstrahlte.

Überaus dankbar aber wohl auch ein wenig mit dem Ganzen überfordert, nahm der Zwerg was ihm gegeben und trat tapfer den Weg eines Gildenleiters an. Nur um sich seinen Traum, der dem des anderen Zwergs entsprach, zu verwirklichen, würde er sein Leben geben. So begann er am 7. Fetras 756 nach den Bruderkriegen, Mitglieder für sein Vorhaben zu werben, um mit deren Hilfe seinen Traum zu erfüllen. Die aufstrebende Gilde wollte eine großartige Stadt errichten. Der Grundstein war gelegt und die Arbeit begann…

Doch schon bald zogen Kriege übers Land und die jungen Kämpfer wurden von dieser harten Zeit gezeichnet und reiften zu Veteranen. Durch jenen Wandel legten sie zwangsweise alte friedliche Sitten ab und begannen mit dem was nötig war. Mit dem Kampf gegen jene, deren Arroganz und Verblendung ihre einzige Freude war. Denen weder Ehre noch Ruhm ein Ziel zu sein schien. Daher zogen sie gegen jene unter der neuen Flagge als Eiskrieger in eine Schlacht, deren Ende sich für sie nicht zum Guten wenden sollte.

Nach zahlreichen Gefechten, von denen einige gewonnen jedoch auch viele verloren wurden, begab es sich, dass der Kampf vorerst aufgegeben werden musste. Viele der Streiter waren im Kampf gefallen. Andere gingen ihren eigenen Gedanken und Zielen nach. So lichteten sich die Reihen der Gemeinschaft und es wurde nötig, einen weiteren Neuanfang zu versuchen.

Am 15. Dervon 759 nach den Bruderkriegen begab es sich dass Metarian sich den jetzigen Streitern offenbarte. Auf der Jagd traf die Gruppe auf einige Altdrachen. Was jedoch verwunderlich war, diese griffen nicht an und auch die Jäger vermochten nicht ihre Waffen zu heben. Einige Minuten lang standen sich die beiden Gruppen gegenüber und nichts geschah. Die Sterblichen fühlten jedoch, dass etwas an ihrem Geist arbeitete.

Paladin

Dieses alte Lied ist unser aller Andenken an den alten Zwerg, welcher uns diese wunderbare Gemeinschaft ermöglichte.

Bärenmänner ziehen durchs Land
Von Bärenfell umschlungen
Auf der Suche nach dem Kampf
Von Asenkraft durchdrungen

Tollkirschsaft in ihren Adern
Hieb und Stich sie nicht aufhält
Wie im Wahne angetrieben
Bis der Feinde letzter fällt

Nach dem Kampfe durch den Geoden
Von der Raserei befreit
Doch Wotans Krieger warten schon
Bis sie naht die richtige Zeit

Wenn erneut die Hörner schallen
Wird ergriffen Axt und Schwert
Mögen Bärenmänner fallen
Wird vollbracht des Kämpfers Werk

Bärenmänner – auf zur Schlacht
Die Gegner fahr’n zur Höll
Berserker – in finstrer Nacht
Entflieht das Leben schnell