Palandur

[Koordinaten – 100:100]

Allgemeines

Gegründet von den Elascar war Palandur in den letzten 759 Jahren die größte Stadt Endurias‘. Andere Städte befanden sich nur um die Sieben Türme der Elascar.

Der Name setzt sich zusammen aus dem Fluss Palan, der dem nahegelegenen Palangebirge entspringt und an dessen Südufer die Stadt errichtet wurde, und dem endurischen Wort für Stadt, welches „dur“ lautet. Inzwischen hat sich die Stadt soweit ausgeweitet, dass der Fluss durch die Stadt hindurchläuft. Zahlreiche Brücken verbinden ‚Alt-‚ und ‚Neupalandur‘. Inmitten der Stadt trennt sich dieser Fluss auch in mehrere Arme auf, dennoch hat man diesen keinen Namen gegeben. Es ist einfach weiter der Fluss Palan.

Unter der Herrschaft der Elascar

Die Sieben planten ihre gemeinsame Stadt so, dass jeder Rasse der Sterblichen ein angemessener Lebensraum zur Verfügung stand – großzügig war die Stadt angelegt, mit weiten Hainen, hügeligen, scheinbaren Brachflächen, wo sich Zwerge in Minen ansiedelten, und verschiedenst angelegten Häuservierteln. Ein besonders schönes Viertel nahe dem Ufer des Palan war für die sich bildende Oberschicht reserviert, für jene also, die den Elascar loyal waren. Hier befanden sich auch die Behausungen der Purpurnen Garde sowie die meisten Gebäude der Elascar-Bürokratie und -Administration, nahe dem Großen Turm, der auf einer kleinen Anhöhe in einer Biegung des Flusses stand und die Stadt überblickte.

Die Elascar ließen den Sterblichen in Palandur relativ freie Hand, was ihre Verwaltung und Organisation anging, und ausgehend von der ursprünglichen Verwaltung des Mangels nach dem Krieg um die Macht etablierte sich eine zentralisierte Verwaltung, welche Rohstoffe einsammelte, lagerte und an die entsprechenden Handwerker wieder ausgab. Was nicht in der Stadt erwirtschaftet, sondern nur außerhalb der Stadt auf der Jagd erbeutet werden konnte, wurde durch ebenfalls von der zentralen Verwaltung organisierten Jagdgruppen herbeigeschaft. Diese Jagdgruppen wurden allerdings nur unter Aufsicht von Wächtergolems aus den Stadtmauern gelassen und erhielten ihre Waffen am Stadttor, wo sie sie bei ihrer Rückkehr auch wieder abgeben mussten, denn in der Stadt herrschte ein absolutes Verbot des Tragens von Waffen, wovon lediglich die Purpurne Garde sowie ausgesuchte Günstlinge der Elascar ausgenommen waren.

Das Waffenverbot sowie Beschränkungen für das Erlernen und Nutzen von Magie innerhalb Palandurs gehörten zu den wenigen tatsächlichen Einschränkungen, welche die Elascar den Bürgern Palandurs auferlegten. Sceral wurde von ihnen als oberster Gott der Stadt benannt – entsprechend ihrer Vereinbarung mit Krandolleigh schufen sie ein System von recht und Gesetz, wenngleich sie den Sceralsglauben nur instrumentalisierten und dieses System wenig Raum für Gerechtigkeit ließ. Die Wächtergolems wurden mit den Gesetzen der Elascar „gefüttert“ und bestraften jede Übertretung sofort und unbarmherzig.

Hatte die Stadt auch kurz nach ihrer Gründung noch viel zu groß und beinahe leer gewirkt, so hatte sich dies innerhalb weniger Menschengenerationen geändert: Tagtäglich wuselten viele Leute durch die Straßen und Gassen Palandurs, und Kultur und Bildung erblühten, nicht zuletzt durch die Ausweitung der Akademie der Elementaren Gewalten zu Palandur. Einzig Werke, welche die Elascar kritisch betrachteten, wurden nur unter der Hand und an den Herdfeuern wiedergegeben; die Augen und Ohren der Elascar, ein Spitzelsystem, dessen Mitglieder jede subversive Meinungsäußerung sofort der Purpurnen Garde meldeten, konnten überall sein und jeden, der am falschen Ort das Falsche flüsterte, in kürzester Zeit ins Gefängnis bringen.

Trotzdem waren die meisten, welche erst nach dem Krieg in Palandur geboren worden waren, ihres Lebens zufrieden, kannten sie schließlich kein anderes. Außerdem kamen immer wieder Geschichten von „draußen“ in Umlauf, welche die Welt außerhalb Palandurs als gefährlich und unsicher beschrieben, sodass man das sichere und bequeme Leben in Palandur, trotz der Diktatur der Sieben, im Großen und Ganzen genoss.

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