Aanruhnit Schwarznest

[Koordinaten – 70:90]

Stadt der Gilde Bund des dunklen Banners

Der mächtige Aggahog. Sein schwarzer Schwall strömt voller Kälte ins Tal. Einst glühte dort die Runenesse der Ruhnenspitze. Schwarz in schwarz, Pech in Pech erhebt sie sich aus dunklem Gewässer. Mithril, Marmor, magisch’ Steinquellen aus ihr, doch heute glimmt sie ob des Stroms nur noch. Eine Geißel erkaltete völlig im Schwarzstrom, ein Drache: Aanruhnit’s Drache verstarb in seinem Nest, Aanruhnit Schwarznest sein Erbe. Gebaut auf seinem Hort, im Zentrum eine Tafel aus seinem Gebein, gefertigt auf Tvaffur Qanroosh‘s Geheiß. Geeint unter einem Banner, zusammen wie Pech und Schwefel, Das dunkle Banner, der dunkle Zirkel und der Blutmond, die Schlächter der Knochenrunde versammelt als eine Gemeinschaft, stark und unaufhaltsam, zusammen.

Das Schwarznest erkennt der Geplagte ab dem Strom ob der aufgeblähten Kadaver der Unglücklichen. Schwarze Vögel erheben sich vom westlichen See Nubila, ob des täglichen Leichenschmauses. Geschlachtet auch die einst Strahlenden, aufgestellt ihre Schädel in den umliegenden Hochebenen, bilden ihre Knochen und dunkle Banner Wegweiser zur Plage Zyrthania’s:

Eine fleckig braune Stadtmauer erhebt sich vor dem Massiv, fleckig vom Blut, dass Aanruhit’s Marmor so liebt. Sie windet sich Außen um die Stadt, im Inneren ab dem einzigen Tor höher und höher gleich einer lauernden Klapperschlange. Sie führt von Nord nach Ost, von Süd nach West und erreicht ihre volle Höhe am zentralen Platz der Knochenrunde. Gut sichtbar sind an ihr Banner angebracht und Trophäen zur Schau gestellt. Gefangene Pechvögel verenden an ihr, gefangen in Käfigen, gerichtet vom ewigen Licht des Firmaments, der ewigen Flamme, um zu verbreiten, was sie säen. Für den Handeltreibenden findet sich der Halunkenmarkt vor der Stadt, zu viel Blutvergießen, als er im Inneren war. Durch das einzige Tor im Norden gelangt der Eindringling in das Viertel der Wächter und Gerber. Beäugt wird dieser, ob er sich zum Leder eigne, oder lebend passieren dürfe. Beobachtet von den Wächtern, beäugt ob deren Verwertbarkeit von den Gerbern, verarbeiten Kürschner einige Gäste zu Lederwaren, Schneider verwerten deren Skalp. Im Zentrum thront die Halle der Knochenrunde. Davor befindet sich der Platz der Baumeister. Die Aufseher planen hier wirre Bauten. Konstrukteure sorgen für Gebälk und Mauern, während die Maurer ständig Menschenmörtel anrühren. Zur südlichen Runenesse die Schmiede und der Steinschlag. Die Meißel der Steinmetze spalten nicht nur Schädel. In Blut härten Waffenschmiede ihren Stahl, zum monotonen Plättnern der Rüstungsschmiede. Die Meisterhütter leiten den Nachwuchs, dass bald das Erz überfließe. Schnitzereien aus Holz und Gebein finden sich in deren Viertel im Westen. Aus dem Nebelwald schlagen die Holzfäller, beliefern lokale Magier und Bogner. Die hiesigen Mechaniker fertigen Kriegsmaschinen hingegen kochen Alchemisten aus Staub und Gebein deren Essenz. Die Höhe zum Berg nutzend, ward im Süden auch eine Sternwarte gebaut. Hoch schießt sie über die Mauern, die Sicht frei. Versammelt um Maedhros haust der Blutmond hier und betrachtet den endlosen Himmel. Der Osten ein Platz des Greul und der Duelle. Der dunkle Zirkel um Astralkeks hat hier seinen Altar, dunkles Gemäuer verbirgt das Unaussprechliche. Hier findet sich auch die Taverne „Tod im Blut“, gesäumt von Schnapsleichen die einst aus knöchernen Kelchen kippten. Reste der geschundenen Tempel der Lichten gesammelt und beschmiert:

„Schmerz und Leid den lichten Göttern.“
Sceral‘s Ordnung in Scherben,
Levonar‘s Früchte zertreten,
Metarian‘s Ehre gemeuchelt,
Neriel‘s Gekritzel im Unrat versunken,
Gavz Dorl Beute geraubt.

All dies Lichte den Tavernengästen zur Latrine. Täglich wird dazu getan. Hier finden sich auch stolze Eltern, deren Kinder Xzarrus auf Levonar‘s verdreckten Altären Eichhörnchen und Kaninchen darbringen. Sceral‘s Priester sind auf diesen auch gerne gesehen, eine Augenweide ihre Eingeweide beim Ausweiden. Im Badehaus finden sich Statuen und geraubte Heiligtümer Neriel‘s, gerne hält sein Ebenbild Handtuch oder schaut den Gelagen aus Fleisch. Eine Statue Metarian‘s deutet zum Duellplatz, ihr Duft Unrat, ein Messer im Rücken ihre Pracht, ihr Hoden ausgeschlagen.

Weder Gold noch Rang kennen die Bewohner.
Ein genähtes Banner ist ihre Währung,
Elbenblut den Essen, den Stahl zu härten,
Zwergenleder für ihre Kleidung,
Gnomgebein ihr Besteck,
Menschenfleisch den Raben und Wölfen,
Tränen zum saufen.

Zu jeder vollen Stunde ertönt es.
Zu jeder Stunde hallt durch die Gassen der Chor:
Wehe dem der sich nähert, wehe dir Zyrthania,
Pech und Unglück den Lichten und Freien,
nur EINE Losung nur EINE Rettung,
Tod und Blut über die ganze Welt.