Isul K’thuum

[Koordinaten – 102:91]

Auf einem Gebirgskamm, welcher zu den Ausläufern des Agahogg zählt, liegt die dunkle Stadt Isul K’thuum, eine beeindruckende Trutzburg, erschaffen aus dem dunklen Granit des Agahogg und schwerem Eibenholz. Auf den ersten Blick ist dies eine völlig normale Stadt. Vielleicht. Beim zweiten Hinsehen bemerkt man den stets wachsamen Blick der Bewohner. Das Leben in Isul K’thuum ist rau, was nicht nur an der kühlen Witterung liegt, die hier die meiste Zeit des Jahres vorherrscht.

Es scheint, als wären hier nur die skrupellosesten Händler und Handwerker vertreten, und bei Geschäften wird nicht lange gefackelt. Man beschließt sie oder lässt es bleiben. Diskussionen über Geschäfte werden dadurch erleichtert, dass man sich ganz entspannt zurücklehnt und die geladene Armbrust vor sich auf den Tisch legt. Wenn hier etwas gilt, dann ist es das Recht des Stärkeren. Ängstliche Reisende haben hier nichts verloren.

Im Zentrum der Stadt befindet sich der Tempel Syrthans. Dieser thront wie eine schwarze Zitadelle über den anderne Gebäuden der Stadt. Ewige Feuer erhellen den Weg in das Innerste des Tempels und so mancher verschwand bereits spurlos in seinen Gewölben. Die Tempel der vier unteren dunklen Gottheiten bilden -zusammen mit dem Tempel Syrthans im Zentrum- eine Sichel, welche die Stadt in zwei Hälften zu teilen scheint. Niemand fragt nach, was genau dort passiert. Die schwarz gekleideten Priester der Dunkelheit verrichten ihre Arbeit schweigsam, ausdruckslos, doch voller Anmut und hinterlassen keine sichtbaren Spuren, und den Göttern ist jedes Opfer willkommen.

Zur Bevölkerung Isul K’thuums zählen unter anderem Söldner und Raubmörder jeder Rasse, ebenso zwielichtige Händler, die jegliche Art an Waren feil bieten. Es gehört sich nicht zu fragen, wem die Ware vorher gehört hat. Was zählt ist, wer sie in diesem Augenblick besitzt. Ein Zustand, der sich in Isul K’thuum sehr schnell ändern kann. In der Taverne spielt man gerne, und wer auf der Suche nach Waffen und Söldnern ist wird hier garantiert fündig.

Über die Hälfte des Jahres herrschen sehr niedrige Temperaturen in dieser Stadt, verursacht durch die Eiswinde des Agahogg. Man spürt deutlich, dass diese Stadt näher als alle anderen an der unüberwindbaren Eisbarriere des Gebirges liegt. Frost und leichter Schneefall ist keine Seltenheit. Selbst in den kurzen Sommern können die Temperaturen nachts deutlich fallen. Parallel dazu steigt für gewöhnlich der Umsatz von Bier und Wein.