Kyllburg

[Koordinaten – 91:74]

Stadt der Gilde Boten der Finsternis

Golarn der neunte Tag des Griara, 766 Jahre nach dem großen Beben

Große Neuigkeiten machten die Runde.

Aus einer Siedlung erwuchs eine Stadt. Kyllburg sollte sie heißen und bot ihren Erbauern nun einen Ort zum Leben.
Eine starke Stadtmauer schützte die Lagerhallen, Wohn- und Wirtschaftshäuser und die Gildenhalle der Boten. Anfangs war sie noch aus Holzstämmen und Palisaden errichtet, doch je schneller die Bevölkerungszahl wuchs desto massiver wurde sie ausgebaut. Nun stand sie prächtig gefertigt aus Felsen und Findlingen des Hochlandes.
Das Leben erblühte an diesem Ort. Viele der Handwerker, welche zuerst nur kamen weil sie das Gold lockte, blieben. Das Gefühl der Gemeinschaft stärkte ihre Herzen und formte die erste Generation an Stadtbewohnern. Früh entdeckten Händler den Wert dieser Stadt. Die Handelswege der Karawanen, welche das Grasland durchquerten und den Schwarzstrom kreuzten nutzten Kyllburg als Passage.
Aschgrauer Kalkstein und kunstvoll behauener Sandstein zierten die ersten Gebäude des öffentlichen Lebens. Die einfachen Gebäude bestanden aus schlichtem Fachwerk. Im Zentrum der Stadt befand sich das Gildenhaus der Boten mit der Schreibstube für Verwaltungsangelegenheiten und dem Archiv. Im oberen Stockwerk des Bauwerks stand für jeden Bewohner der Stadt eine Kapelle offen. Der Ort an dem Jedermann nach seinem Ermessen Zuflucht vor dem Alltag finden konnte und zu den Göttern sprechen durfte.

Einem Besucher möge es auf dem ersten Blick vielleicht nicht auffallen. Doch die Einwohner dieser Stadt folgten dem Glauben an die dunklen Fünf. Gastfreundlich präsentierten sie ihr Leben und zeigten ein friedlich anmutendes Idyll. Nicht um zu bekehren. Sondern um zu beweisen gingen sie täglich stolz ihrem Handwerk nach. Ihr fester Glaube stets als Triebwerk.

So war unverkennbar: Die Neue Ordnung wird weiter streben.

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Ettarn der letzteTag des Mirsoval, 766 Jahre nach dem großen Beben

Der Tag war gekommen…
Die Boten der Finsternis hatten all ihr Gold zusammengetragen um im Rathaus von Isul K’thuum einen Flecken Land im dunklen Reich zu kaufen.
Dieses Land sollte eine Heimat sein. Umringt vom Schwarzstrom vermittelte dieses Land einen sicheren Eindruck. Der Fluss bietet Nahrung und Wasser für die Bewohner der sonst so kargen Gegend. Das nördliche Hochland bot eine gut zu befestigende Position für einen Tempel. Die Boten waren zufrieden mit ihrer Wahl und zogen aus, ihr neues Heim zu bevölkern.
Ein Fremder, den es voller Neugier dorthin ziehen würde erblickt dort ein flaches Grasland. Weiter würden ihm einige Zelte, Kisten mit Vorräten und sogar die ersten Gebäude, die für die Entstehung einer Siedlung wichtig sind, auffallen.

Eines war klar. Die Neue Ordnung ließ sich nicht aufhalten.