Mer Heresh

[Koordinaten: 29:91]

Mer Heresh ist die neutale Haupstadt Zyrthanias und liegt im Südwesten des Landes.
Im Südwesten Zyrthanias befindet sich die freie Stadt Mer Heresh. Manchem wird sie auch unter anderen Namen bekannt sein, wie die Stadt der Diebe oder die Stadt der vielen Gesichter. Wer den unzähligen schmalen Gassen entlang der sandsteinfarbenen Gemäuer folgt, wird unweigerlich einen der vielen Plätze der Stadt erreichen, auf denen täglich Märkte stattfinden. Orte, die Händler anziehen, sind auch für Diebe und andere Halunken nicht unattraktiv. Im Volksmund heißt es, es sei ein schlechtes Omen, wenn man in Mer Heresh einen Tag verbringt, an dem niemand versucht, einen zu bestehlen.

Mehrheitlich sind die Bewohner der Stadt den Göttern nicht zugetan. Tempelanlagen in der Größe, wie man sie aus anderen Städten kennt, gibt es hier nicht. Doch gestatten die Oberen der Stadt es den Bewohnern, ihren Glauben auszuüben. Sie selbst wohnen in einem höhergelegenen Palast, welcher am Fuß eines großen Gebirges liegt. Dem Gewöhnlichen wird der Zutritt zu diesem verwehrt.

Die Herkunft der Bewohner ist vielseitig. Die Aussicht auf Ruhm scheint hier größer zu sein als anderswo. Neben Elfen und Menschen zieht das insbesondere Gnome und Zwerge an. Die furchtlosesten Abenteurer und skrupellosesten Söldner sind ebenfalls unter ihnen. Doch nicht jeder, der in einer dunklen Gasse umherschleicht, ist zwielichtig und nicht jeder, der in einer glänzenden Rüstung über die großen Plätze stolziert, ist ein mutiger Ritter. Rennen, Glücksspiel und Duelle gehören hier zur Tagesordnung. Für Gold kann man hier alles und jeden kaufen.

Doch ebenso abwechslungsreich wie die Bewohner, so unberechenbar ist das Wetter in Mer Heresh. Dies hängt hier entscheidend von der Windrichtung ab. Stürmische Böen aus Richtung des Spiegelmeeres bringen milde und feuchte Luft. Doch die Fallwinde aus Südwest, die über den Gletschern des Hochgebirges erkaltet sind, bringen Abwechslung. Erreicht der heiße und trockene Wind aus den großen Ebenen im Nordosten die Stadt im Sommer, gleichen die Straßen einem Glutofen. Dank des Nebelwaldes schaffen es die Winde aus dem Osten nur im tiefsten Winter, einen Vorgeschmack auf die Knochenkälte des Agahogg zu bieten.